Nix da mit dem neutralen Geschlecht der Dinge, die uns umgeben – vieles, von dem man dies nicht angenommen hätte, ist entweder weiblich oder männlich.

Die englische Sprache tendiert dazu, hier weniger diskriminierend zu sein als Deutsch – the bleibt the, wären wir immer unser der, die und das bemühen müssen. Sprachsensibilität ist nun zwar ein wichtiges Anliegen des Feminismus – doch hat unser soeben aus dem Felde zurückgekehrtes Forscherteam eine durchwegs überraschende Erkenntnis erlangt: tatsächlich sind die wenigsten “Dinge” geschlechtlich neutral, sondern werden aus gutem Grund mit der oder die referenziert. Manchmal jedoch kam’s im Laufe der Geschichte zu historischen Irrtümern – hier wär’s dringend an der Zeit, korrigierend und sprachsensibel einzugreifen.

Bitteschön – hier ein Vorabdruck unserer kommenden Studie “Vom Geschlecht der Dinge”.

1) DER Tiefkühlbeutel – ist männlich, denn er schließt alles fest in sich ein und lässt nichts raus – dafür kann man ihn mit Leichtigkeit durchschauen.

2) DER Kopierer – ist in Wahrheit weiblich. Wenn man die richtigen Knöpfe drückt, funktioniert die Vermehrung. Drückt man die falschen, hat man mir nichts, dir nichts eine Katastrophe ausgelöst.

3) DER Reifen – männlich: wird schnell “glatzert” (für die p.t. deutschen Leser: verliert sein Profil) und ist häuftig zu stark aufgeblasen.

4) DER Heißluftballon – männlich: um ihn in Bewegung zu bringen, muss man Feuer unter seinem Hintern machen – und natürlich spielt heiße Luft bei der ganzen Prozedur eine wesentliche Rolle.

5) DER Schwamm – eigentlich weiblich: ist weich, lässt sich drücken und saugt alles mögliche auf.

6) DIE U-Bahn – eigentlich männlich: fährt immer auf denselben alten Schienen, um mit Leuten in Kontakt zu kommen.

7) DIE Eieruhr – weiblich: mit der Zeit kann sich das Gewicht von der oberen Hälfte zur unteren verlagern.

icon cool Das Geschlecht der Dinge DER Hammer – männlich: hat sich den letzten 5.000 Jahren kaum verändert, aber es ist trotzdem oft praktisch, einen in der Nähe zu haben.

9) DIE Fernbedienung – weiblich: Ha! Überrascht? Der Grund ist folgender: die Remote Control sorgt für Freude im Leben des Mannes – ohne sie wäre er völlig verloren.

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