Diesen und viele weitere extrem nützliche Ausdrücke erlernt der Neue Mann am Blog von MC Winkel. Sprachtalentiert (wie sich’s für Hip Hopper gehört) berichtet der Winkel vorwiegend über seine Eroberungen, die von der Kategorie “beneidenswert” bis hin zu “bloß nicht” reichen. Bei so viel Ehrlichkeit bleibt wirklich nur zu vermuten, dass der junge Mann keine Freundin hat, die da mitliest.
Überhaupt wäre es an der Zeit, den Begriff “treu” etwas näher abzuklopfen: warum nicht auch Selbsttreue á la Selbstliebe? Die Treue als intrapersonales Konzept weist die bekannten Schwächen auf, während es (korrigiert mich, falls ich irre) in unserer verrückten Gesellschaft doch als durchwegs hip gilt, sich selbst treu zu sein – d’accord?
Es bliebe dann nur noch zu hinterfragen, worin Selbstuntreue denn genau bestünde. Eigentlich ein Paradoxon, fassen wir die Kant’sche Person als homo-eindimensional-gen auf. Doch wie alles löst sich der Widerspruch im Kontext postmoderner “Persönlichkeitsbündel” auf in seine innerste Substanz, nämlich in NICHTS. q.e.d. once more.
Somit schließt Ehrlichkeit die Lüge genausowenig aus wie Treue den Betrug – mittlerweile sollten wir vom unisone singenden Chor aus Zen-Buddhisten und Konstruktivisten längst gelernt haben, dass alle Gegensätze wahnsinnig vereinbar sind, zumindest viel vereinbarer als vermutet. Was uns wiederum zur Verlochschwagerung führt, aber die ist eine ganz andere Geschichte – und dieses Blog wird auch weiterhin jugendfrei bleiben. Fragt doch MC Winkel.
Alles Gute, fröhliche Weihnachten und auch viel Spaß wünschen dir: die Liebste und ihr Kopfschüttler!
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