Schwester Fester Honoris ließ mir eben diesen großartigen Ankündigungstext zu einer markanten 80er-Jahre orientierten Nacht zukommen, die weder ein Auge noch einen Slip trocken lässt. Ob dies mit Inkontinenz oder überschäumender Geilheit zu tun hat, kann eindeutig nur Alice Schwarzer beantworten, denn die hat in der aktuellen Emma soeben ihrer dritte Kampagne gegen die Pornographie an sich gestartet. Die Gegendemo geht diesen Freitag im Wiener Kiosk über die Bühne. Ran an die Würste!

Sie tun es wieder in Achtzig. Gnadenlose Boshaftigkeiten von Gitarre bis Synthie Harte Männer kämpfen mit feuchten Augen, die Höschen der Damen danken es mit Saugfähigkeit. Gitarren posen in auftoupierter Ehrlichkeit, der Synthie gebärdet sich moog-ant und die Frisur sitzt gschleckt artig bis zackig punkig. Das notorische Duo der derbsten Tage eines Tantalos Krebitz will ja nicht gleich seinen Schwanengesang herauf beschwören, aber man verträgt auch nimmer die volle Flasche ohne zu Lächeln. In Vermeidung solcher Falten wurde gewissenhaft in den verstaubtesten Kisten gekramt und nur das besonders Schmutzige ein wenig aufpoliert. Tja, das macht es erst so richtig gemütlich. In den Glitzerwelten unserer Tage glänzt erst die verblichene Größe besonderer Boshaftigkeiten wie der Gral der gerade rechtzeitig Geborenen. So wollen Frauenliebling O. „Mister Fister“ Jauk (Mönchengladbacher Post) und Wiener Blut Berserker pv “Schwester Fester honoris” shorty (ebendort) ihr nicht nur musikalisch versautes Ohr Revue passieren lassen und der Feuchtigkeit Anlass geben. Ganz ohne Namen und Ziele, primär ohne die üblichen Lieder und Totems der Achtziger. Garantiert kein Muggefug oder Fotzendreck der Compilations eben. Ein Fiasko also, wenn es am Schönsten gelingen sollte. All dieses bittschön zu verpassen diesen Freitag im gemütlich übersichtlichen KIOSK – Schleifmühlgasse 7 (Ecke Margaretenstraße) 1040 Wien 21:00

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