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Finger weg von Liesl Gehrers Vagina

Ein Wort wie Muschi würde dem neuen Mann nie über seine Schamlippen kommen. Und vermutlich jener österreichischen “Bildungsministerin”, die nach Kräften gegen die ihr wohl zutiefst verhassten Unis vorging, auch nicht.

Aber die moderne Synchronisationstechnologie bringt Paarungen zusammen, die man so nie für möglich gehalten hätte. Da kann es dann ohne weiteres vorkommen, dass besagte Elisabeth Gehrer auf youtube plötzlich besagten Wiesn-Hit singt. [via Mixed Pickles] Wir sind peinlich berührt und können sowas nun wirklich gut gut heißen. Aber Herr Jupp hat so ‘ne windige SEO-Agentur angeschleppt, die behauptet, dass ab sofort in jedem Bericht mindestens einmal das Wort “Muschi” vorkommen muss.

Hier der Text zum Mitsingen:

Es sitzt a fescha Bua voa mia und wüll mi greifn obas Knia,
und sogt gaunz frech dea blede Lotsch: Host du a Scheane Kotz.
A sowas sigst ned olle Tog sogt er zu mir und frogt,
er mechts a wengal Streichen gern do kriagt a wos zum hean.

Refr.: 2x
Finger weg von meiner Musch, dos i dir ned ane tusch,
weil i nur a bsundre Rass an meine kleine Muschi lass.

Er sogt, er wort bis finster is, daun steign die Chancen gwiß,
brennt rund herum koa Laumpn mea, er glaubt daun zoag is hea.
Wo is den dei Mizi Miz so flüstert er und spitzt,
Und wida kriagt er wos zum hean, des head er gor ned gern.

Refr.: 2x
Finger weg von meiner Musch, dos i dir ned ane tusch,
weil i nur a bsundre Rass an meine kleine Muschi lass.

Er sogt weil i so Diandle bin, geht eam mei Katz ned ausn Sinn,
drum schaut a schon am nextn Tog zu mir herunt, er sogt.
Geh zoa mia hold wo dei Muschi is, i dua nix gauns gwiß,
zum letztn mol do schimpf i heid zum Fenster rauß und Schrei:

Refr.: 2x
Finger weg von meiner Musch, dos i dir ned ane tusch,
weil i nur a bsundre Rass an meine kleine Muschi lass.

Geschlechtliche Grammatik

Die Zeichensetzung oder Interpunktion, wie der Germanist sagt, ist ein mächtig’ Schwert im Kampf der Geschlechter, wie uns Leserin F. aus H. schon wiederholt berichtete.

Wir haben Frau F., die bereits in österreichischen Boulevard-Leserbrief-Redaktionskreisen als infame Denunziantin gilt, nie glauben wollen. Doch letztens fand Herr Jupp in einem Londoner Schulbuch aus dem 17. Jahrhundert den ultimativistischen Beweis für die Richtigkeit der These.

Ein Englischlehrer schrieb folgende Worte an die Tafel:

“A woman without her man is nothing”

Anschließend forderte er die gesamt Klasse auf, die richtigen Satzzeichen einzufügen. Sofort präsentierten die Mädchen ihre Version:

“A woman, without her man, is nothing.”

Bis schließlich der kleine Joe, ein Wegbereiter ehrlich-treuer Männlichkeit, den Damen zeigte, was Respekt bedeutet:

“A woman: without her, man is nothing.”

Die StarWars Prostituierte

Ultimative Dienstleistungsorientierung äußert sich im ältesten Gewerbe der Welt nicht selten auf skurrile Weise. Und während Alice Schwarzer Pornographie insgesamt als frauenunwürdig klassifiziert hat, streiten Neo-FeministInnen selbstbewusst um das Recht auf eigenen Schmuddeleien. Wenn diese Neuen Frauen behaupten, auch pornographisch Spaß am Sex zu haben, dann wagt der Neue Mann gewiss nicht zu widersprechen.

Ob Freudenmädchen, Prostituierte, Hure, Nutte oder Konkubine: die Uniform sieht häufig ähnlich aus. Doch eine Liebesdienerin im aufreizenden Stormtrooper Look – das ist neu!

[via Grobe Kelle]

Schülerinnen wird Sex unterstellt

“Es ist unfasslich und schießt schwer über jede Grenze der Erträglichkeit hinaus,” schrieb Grivo Bernschweig über das letzte “Wetten Dass” vor der Sommerpause. Ähnliches könnte man über den folgenden Werbespot sagen, vor dem wir Sie, lieber Leserin, nur warnen können.

Sie sollten sich das nicht anschauen, es handelt sich um ein misslungenes, furchtbares Beispiel sexistischer Werbung, die selbst für eine Satiresendung zu heftig wäre. So kann der geneigte Neue Mann nur hoffen, dass es sich um eine Persiflage, einen Anschlag auf die Marke handelt aber der sehr kompetente Herr Kühl-v.Puttkamer schreibt um 13 Uhr 49:

Es gibt Werbung, die polarisiert; es gibt aber auch Werbung, die einfach nur unterirdisch schlecht ist. Welcher schwer gedopte Vollpfosten an dumpfem Kreativdirektor kann einer Marke ernsthaft so etwas vorschlagen?! …und welche Marke würde das auch noch veröffentlichen?! Übelster bis kranker Sexismus von Pädagogen paart sich hier mit einem Bild von Schülerinnen, die für eine gute Note alles tun. Somit geht meine persönliche “goldene Zitrone” an diesen Spot.

Der nicht minder mitgerissene Herr Coolzor sieht nämliche bedenkliche Entwicklung, wenn auch in Englisch:

The creative director that approved this must have been on drugs (or porn) OR when it’s consumer generated, congrats for the cast. Really. I’m speechless. What was it again? Sex sells? Yeah that must be it. => NSFW !

Nur der Vollständigkeit halber und zur Dokumentation hier der Link zum Spot – wir wollen ja ehrlich sein und nix vertuschen. Aber bitte nicht anschauen, es ist übel und widerlich.